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Lockpicking
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top
Unter Lockpicking (englisch lock ‚Schloss‘ und pick ‚picken‘, ‚stochern‘), Nachschließen oder Schlossknacken, umgangssprachlich Picking, versteht man die Aufsperrtechnik zum Öffnen von Schließzylindern (Schlössern), ohne einen dafĂŒr passenden SchlĂŒssel zu benutzen und ohne das Schloss zu beschĂ€digen.

Lockpicking wird sowohl von Privatpersonen bzw. Vereinen als auch von Geheimdiensten, Geocachern, Kriminellen und SchlĂŒsseldiensten betrieben.

Contents

‱ Theorie
‱ Techniken
‱ Werkzeuge
‱ Spanner
‱ Picks
‱ Extractor
‱ Sperrpistole
‱ Jiggler
‱ Bypasstools
‱ Flipper
‱ Nachweis
‱ Geocaching
‱ Sport
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Theorie

Um Schlösser ohne einen SchlĂŒssel zu öffnen, nutzt man die mechanischen Ungenauigkeiten eines Schlosses. Ein Schloss ermöglicht die Eingabe eines Codes. Dieser ist meistens mehrstellig. Jede Stelle ist in Form einer Einkerbung einer bestimmten Tiefe im Bart des SchlĂŒssels codiert. Bei Eingabe eines richtigen Codes (eines schließenden SchlĂŒssels) lĂ€sst sich das Schloss öffnen, bei Eingabe eines falschen Codes nicht. Da die Anzahl der falschen Codes bei einem bestimmten Schloss um ein Vielfaches grĂ¶ĂŸer ist als die der richtigen, ist es sehr schwierig, durch Zufall einen richtigen Code zu finden. Ein Angreifer könnte nun alle möglichen Codes der Reihe nach ausprobieren, bis er durch Zufall auf einen richtigen stĂ¶ĂŸt (Brute-Force-Methode). In der Praxis ist es jedoch so, dass ein Schloss bereits bei Eingabe eines Teilcodes (z. B. Bewegen eines Stiftes) eine RĂŒckmeldung darĂŒber gibt, ob der Teilcode richtig ist oder nicht. Dadurch ist es in diesem Beispiel möglich, alle fĂŒnf Stifte, die bei Verwendung des SchlĂŒssels durch die Einschnitte im Bart verschoben werden, einzeln in die richtige Position zu bringen, wodurch der Aufwand fĂŒr eine Öffnung massiv verringert wird. Ermöglicht wird dies durch Fertigungsungenauigkeiten, die z. B. dazu fĂŒhren, dass ein Stift frĂŒher bindet, d. h. RĂŒckmeldung ĂŒber den richtigen Teilcode gibt, als ein anderer. Eine andere, passive Methode des Nachschließens besteht darin, das Schloss oder die Abnutzungsspuren, die bei Verwendung des Schlosses mit dem richtigen SchlĂŒssel entstehen (z. B. hervorgerufen durch verschieden lange ZĂ€hne eines SchlĂŒssels), zu analysieren, um so einen richtigen Code in Erfahrung zu bringen und einen NachschlĂŒssel anfertigen zu können.

In den folgenden Abschnitten wird im Speziellen auf die in Mitteleuropa weitverbreiteten Stiftschlösser eingegangen, prinzipiell lassen sich aber alle mechanischen Schlösser nachschließen. FĂŒr Chubbschlösser existiert beispielsweise der Hobbs’sche Haken, fĂŒr Drehscheibenschlösser gibt es spezielle Koaxialwerkzeuge; auch mechanische Kombinationsschlösser (Tresorschlösser) lassen sich – ganz ohne Verwendung von Werkzeugen, nur durch Sensorik – nachschließen. Es gibt Unternehmen, die sich auf die Herstellung von ausgeklĂŒgelten Pickwerkzeugen spezialisiert haben; der Verkauf erfolgt teilweise nur an SchlĂŒsseldienste oder Polizeibehörden und Geheimdienste. Ob ein bestimmtes Schloss nachgeschlossen werden kann, hĂ€ngt von drei Parametern ab: der zur VerfĂŒgung stehenden Zeit, den einsetzbaren Werkzeugen und den persönlichen Kenntnissen. Die benötigte Zeit liegt, abhĂ€ngig von diesen Parametern und vom Schloss, im Bereich von Sekunden bis hin zu Stunden, oder es gibt keinen bekannten erfolgreichen Angriff. Ein gewöhnlicher Einbrecher wĂ€hlt im Normalfall den einfachsten Weg und wird beispielsweise eine TĂŒr mit Gewalt aufbrechen, sollte das gewaltfreie Öffnen des Schlosses zu viel Mittel in Anspruch nehmen. SchĂ€tzungen der Polizeibehörden zufolge erfolgen nur rund 0,5 Prozent der EinbrĂŒche durch Nachschließen des Schlosses.cite-ref-1[1] Soll der Eintritt jedoch verdeckt und unbemerkt erfolgen, was im Umfeld von klassischer Spionage, polizeilicher Überwachung, Industriespionage und sonstigem Informationsdiebstahl zum Tragen kommt, so spielt die Sicherheit des Schlosses gegen Nachschließen eine große Rolle. Auch bei Tresoren wird gerne der Weg gewĂ€hlt, das Schloss nachzuschließen, da die HĂŒrde fĂŒr eine Öffnung mit Gewalt durch die massive Konstruktion sehr hoch gelegt ist und, je nach Art der Gewaltanwendung, auch der Inhalt beschĂ€digt werden könnte (z. B. durch die Hitze eines Schneidbrenners). Ein legaler Bedarf ergibt sich, wenn der rechtmĂ€ĂŸige Besitzer seinen SchlĂŒssel verloren hat und z. B. eine TĂŒr möglichst ohne BeschĂ€digung geöffnet haben will. Da mechanische Schlösser grundsĂ€tzlich immer fĂŒr Nachschließen anfĂ€llig sind, werden im Hochsicherheitsbereich verstĂ€rkt elektronische Schlösser eingesetzt. So erlaubt beispielsweise die US-Behörde General Services Administration zum Schutz von vertraulichen Dokumenten nur noch elektronische Schlösser.

Begriffsbestimmungen

GehÀuse
Der in der Grafik hellgrau dargestellte Teil. Es steht fest und umgibt den beweglichen Kern.
Kern
Der in der Grafik dunkelgrau dargestellte Teil. Er lÀsst sich nur dann relativ zum GehÀuse drehen, wenn alle Stiftpaare mit ihrer Trennfuge in Höhe der Scherlinie liegen.
Trennfuge
Die LĂŒcke zwischen Kernstift und GehĂ€usestift.
Kernstift
Der obere Teil des jeweiligen Stiftpaares, in der Grafik gelb dargestellt.
GehÀusestift
Der untere Teil des jeweiligen Stiftpaares, in der Grafik rot dargestellt. Darunter befindet sich jeweils eine Druckfeder.
Scherlinie
Die untere Trennlinie zwischen dem beweglichen und unbeweglichen Teil des Schließzylinders, also zwischen Kern und GehĂ€use. In der Grafik die Grenze zwischen dem dunkelgrauen und dem hellgrauen Bereich.

Techniken

Klassische Methode

Mit Hilfe speziell geformter Werkzeuge (Picks) dringt man in den SchlĂŒsselkanal des Schlosskerns ein und drĂŒckt die darin enthaltenen Stifte hinunter, wofĂŒr im Normalfall die Vertiefungen auf der gezackten Seite eines SchlĂŒssels sorgen. Um den Kern des Schließzylinders zu drehen und damit die Verriegelungsmechanik des TĂŒrschlosses zu bewegen, also das Schloss zu öffnen, benutzt man beim Lockpicking einen sogenannten Spanner.

Setzen

Setzen bezeichnet eine Öffnungstechnik, bei der die Stifte einzeln hinuntergedrĂŒckt werden, um „gesetzt“ zu werden. Dabei wird der Kern eines Schließzylinders gefĂŒhlvoll unter Spannung gehalten, so dass der gesetzte Stift hĂ€ngenbleibt, bis das schließlich bei allen geschehen ist. Es wird oftmals auch als „einzeln Setzen“ bezeichnet.

Das bevorzugte Tastwerkzeug ist der Haken. Mit seiner Spitze wird ein Stift gesucht, der „Bindung“ hat. Bindung bedeutet, der GehĂ€usestift ist durch die angewandte Spannung eingeklemmt, und es wirken ReibkrĂ€fte. Die Reibkraft wird durch Druck mit dem Haken ĂŒberwunden, bis der Stift die Scherlinie erreicht. Jetzt entfĂ€llt die Bindung an diesem GehĂ€usestift, und es wirkt nur noch die Federkraft. Diese Kraft ist im Vergleich zu der o. g. Reibkraft sehr gering und wirkt auch nur auf einem sehr kurzen Weg zwischen etwa 0,1 und 0,3 mm. Einen Stift, der sich so verhĂ€lt, nennt man „gesetzt“. Wird der Stift ĂŒber diesen Punkt hinaus gedrĂŒckt, schlĂ€gt der Kernstift an das GehĂ€use an und erzeugt eine um ein Vielfaches grĂ¶ĂŸere „Kontaktkraft“.

Harken

Im Gegensatz zum Setzen bezeichnet das Harken eine Technik, bei der zum Beispiel mit einem Hook (einem speziellen Werkzeug) ĂŒber die Stifte von hinten nach vorne gezogen wird. Obwohl hierbei der Zufall eine große Rolle spielt, ist auch ebenso viel Übung erforderlich. Selten nur gehen Schlösser durch einfaches Harken auf. Viel eher schon stellt sich der Kern in eine leichte Neigung, was als Kipp bezeichnet wird. Dann wird hĂ€ufig gesetzt, bis sich das Schloss öffnet, was oft als Nachsetzen bezeichnet wird. Daher wird auch oft die Grundtechnik zur Schlossöffnung mit „Anraken (englisch to rake ,Harken‘) und Nachsetzen“ beschrieben, was allerdings nicht immer zum Erfolg fĂŒhrt, da jedes Schloss andere Eigenschaften besitzt.

Raken

Raken (englisch (to) rake ‚harken‘) beschreibt eine Technik des Lockpicking-Sports, bei der nicht nur wie beim Harken das Pickwerkzeug von hinten nach vorne gezogen, sondern auch von vorne nach hinten geschoben wird. Dies geschieht beim Raken permanent und nicht nacheinander wie beim Harken. Hierbei wird oft das Six-Mountains-Werkzeug verwendet, da dieses Werkzeug meist alle Zuhaltungen der regulĂ€r verwendeten Schlösser (mit 5 Zuhaltungen) berĂŒhrt.

Durch das Raken wird eine Vibration, aber auch ein multiples Setzen erzeugt, durch die der Zylinder öffnet.

Mit dieser Technik sind jedoch meistens nur preisgĂŒnstige Schlösser zu öffnen.

Perkussionsmethode

Die Perkussionsmethode unterscheidet sich von der klassischen Picktechnik dadurch, dass sie eine konstruktionsinhĂ€rente SicherheitslĂŒcke von Stiftschlössern (auch Bohrmuldenschlössern) ausnutzt. Folglich funktioniert diese Methode auch nur bei diesen Schlosstypen, kann hier aber eine extrem einfache und schnelle Öffnung ermöglichen. Das Verfahren ist Ă€hnlich wie bei einem Billardspiel: wird eine Kugel mit dem Queue angestoßen, so bekommt sie einen Impuls und rollt ĂŒber den Tisch. Trifft sie nun auf eine andere Kugel, gibt sie ihren Impuls an die andere Kugel ab und bleibt selbst stehen. Bei einem Schloss bedeutet dies, dass alle Kernstifte gleichzeitig mit einem Werkzeug einen Impuls erhalten, diesen Impuls an die GehĂ€usestifte weitergeben, die nun in das GehĂ€use geschleudert werden und die Kernstifte selbst fĂŒr sehr kurze Zeit in freier Schwebe verweilen. Diesen kurzen Moment, in dem das Schloss nicht verriegelt ist, weil zwischen Kern- und GehĂ€usestiften ein Spalt klafft, nutzt man aus und öffnet es.

Unmittelbar bei oder besser nach dem Impuls muss der Zylinder mit geringer Vorspannung ein wenig verdreht werden, dadurch werden die in das GehĂ€use geschleuderten GehĂ€usestifte fixiert und können nicht mehr in ihre ursprĂŒngliche Sperrposition zurĂŒckkehren. Dann kann der Zylinder einmal gedreht werden, das Schloss ist entsperrt. Die Vorspannung fĂŒr die Drehbewegung des SchlĂŒssels darf dabei nicht zu groß sein, da sich sonst die GehĂ€usestifte verkanten und nicht mehr bewegen lassen. Bekannte Werkzeuge der Perkussionsmethode sind Pickpistolen und SchlagschlĂŒssel.

Werkzeuge

Spanner

Der Spanner ist ein Hilfswerkzeug, das bei einigen Methoden zum zerstörungsfreien Öffnen von Schließzylindern benötigt wird. Der Spanner fĂŒr Profilzylinder wird vorne in den Zylinder eingefĂŒhrt, um den Kern auf Spannung zu bringen und nach dem Entsperren zu drehen. Die Enden der Spanner sind meist unterschiedlich breit, damit sie auf verschiedene Schlösser passen. Demnach gibt es ganz verschiedene Spanner, z. B. fĂŒr KFZ (meist Y-förmig, damit der Pick in der Mitte Platz hat), Tresore, E-Pick, Bohrmuldenzylinder und weitere.

Picks

Hook

Der Hook (deutsch Haken) ist das Standardwerkzeug zum einzelnen Setzen von Stiften. Mit der abgeflachten Spitze des Hooks können die Stifte einzeln heruntergedrĂŒckt werden.

Halbdiamant

Der Halbdiamant ist ein zum Lockpicking benutztes Werkzeug, das wegen seiner Form eines Dreieckes so aussieht, als handele es sich um eine in der Mitte geteilte Raute (englisch: diamond). Er ist sowohl zum Harken als auch zum Setzen geeignet, doch fĂŒr beides normalerweise nicht besonders gut, weshalb er relativ wenig benutzt wird. Bohrmuldenschlösser lassen sich auch mit ihm öffnen.

Tropfendiamant

Der Tropfendiamant ist beim Lockpicking ein Werkzeug, das zum einzelnen Setzen benutzt wird. Wegen seiner angewinkelten Form mit einer runden Verdickung am Ende, dem Tropfen, hat man ein besonders genaues GespĂŒr bei der Handhabung des Werkzeugs, wodurch es gut fĂŒr Schließzylinder mit geringen Toleranzen geeignet ist.

Schlange

Die Schlange (englisch snake) ist ein Werkzeug, das ausschließlich zum Harken eines Schlosses verwendet wird. Die besondere Form ermöglicht im besten Fall das Setzen gleich mehrerer Stifte. Auf jeden Fall hat man mit der Schlange beim Harken mehr StiftberĂŒhrungen als mit anderen Öffnungswerkzeugen. Es gibt viele verschiedene Formen dieses Werkzeuges, die alle gemein haben, dass die Spitze des Werkzeugs geschlĂ€ngelt ist.

Schneemann

Der Schneemann (auch Doppelball oder engl. doubleball genannt) ist ein Werkzeug, das von der Form einem Schneemann Ă€hnelt (zwei Scheiben aufeinander, wobei die obere manchmal etwas kleiner ist). Dieses Werkzeug wird meistens zum Öffnen von Scheibenzuhaltungsschlössern verwendet. Mit der runden Form lĂ€sst sich dieses Werkzeug besonders leicht ĂŒber die Zuhaltungen (Scheiben) des Scheibenzuhaltungsschlosses ziehen. Der Schneemann ist deswegen gut fĂŒr Scheibenzuhaltungsschlösser geeignet, weil bei diesen Schlössern die Scheiben von beiden Seiten in den Schlosskern ragen. Er lĂ€sst sich allerdings auch nutzen, um Standardschließzylinder zu harken.

Six Mountains / City

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Picks ist dieser Pick lÀnger und hat mehrere Zacken. Das Werkzeug Six Mountains, oder City, ist ein Rake-Werkzeug, mit dem sich billige, seltener auch gute Zylinder- und VorhÀngeschlösser öffnen lassen.

Extractor

Ein Extractor ist ein Werkzeug zum Entfernen von abgebrochenen SchlĂŒsseln. Bricht ein SchlĂŒssel im Schloss ab, kann man mit diesem spitzen Werkzeug, das in der Form einem Angelhaken Ă€hnelt, das abgebrochene SchlĂŒsselstĂŒck herausziehen.

Sperrpistole

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Hauptartikel

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Picking-Pistole

Sperrpistolen, auch Picking-Pistolen, Elektropick oder E-Pick genannt, gibt es sowohl manuell als auch elektrisch betrieben. Beide funktionieren nach dem Perkussionsprinzip. Mit der Sperrpistole wird ein Schlagimpuls auf die Stift- oder Scheibenzuhaltungen ĂŒbertragen, wodurch sich mit etwas Übung ein Schließspalt erzeugen lĂ€sst – also alle Stifte werden gleichzeitig in die richtige Position gebracht, so dass sich das Schloss entsperren lĂ€sst. Man spricht dabei auch vom Aufschließen des Schlosses.

Mit mechanischen Sperrpistolen kann ein Schlag oder einige wenige SchlĂ€ge pro Auslösung angebracht werden. Mit elektrischen Sperrpistolen, auch „E-Picks“ genannt, kann eine wesentlich höhere Schlagfrequenz erzeugt werden, da diese Werkzeuge mit einem Elektromotor betrieben sind und das Schlagwerkzeug Ă€hnlich wie eine StichsĂ€ge arbeitet und dabei auf die Stifte schlĂ€gt.

Es gibt auch E-Picks, bei denen sich die Schlagfrequenz variabel einstellen lÀsst.

SchlagschlĂŒssel

Eine weitere seit den 1920er Jahren bekannte Technik ist die Schlagmethode oder Schlagtechnik.cite-ref-2[2] Dabei wird ein spezieller SchlĂŒssel, SchlagschlĂŒssel oder englisch Bump-Key genannt, der nur im Profil fĂŒr das Schloss passen muss, an jeder Stiftposition auf den tiefsten Einschnitt gefrĂ€st, der fĂŒr diesen Zylindertyp möglich ist. Die Kante vor jedem Stift weist dabei einen Winkel von circa 45° auf, wodurch SchlagschlĂŒssel ihren typischen „dreieckförmigen“ Verlauf im SchlĂŒsselbart erhalten. Das Material von SchlagschlĂŒsseln sollte, um die Handhabung und das Federn zu erleichtern, möglichst hart sein. Meist wird fĂŒr die Herstellung von qualitativ hochwertigen SchlagschlĂŒsseln Edelstahl verwendet – es kann aber auch jeder herkömmliche SchlĂŒssel mit passendem Profil als SchlagschlĂŒssel „umgefeilt“ werden. Zudem wird die Schulter, das heißt der Anschlag des SchlĂŒssels, etwa 1 mm abgefeilt, so dass, wenn der SchlĂŒssel im Schloss steckt, dieser noch um circa 1 mm weiter hineingeschoben werden kann, aber durch die Federkraft der in die Kerben des SchlĂŒssels drĂŒckenden Stifte um dieses StĂŒckchen auch wieder herausgeschoben wird.

Beim Hineinschieben (1 mm) werden die Stifte im Schloss alle gleichzeitig ein wenig heruntergedrĂŒckt. Wenn dies sehr schnell geschieht, durch das leichte Schlagen mit dem Holzstab oder Kunststoffgriff eines Schraubendrehers, werden die einzelnen GehĂ€usestifte ĂŒber die Kernstifte stark beschleunigt, so dass das Perkussionsprinzip wie bei der Pickpistole (siehe E-Pick) stattfindet. Die StĂ€rke der SchlĂ€ge sollte moderat und eher schwach sein, es ist eher ein Klopfen. Auch muss dieser Vorgang nach jeder vollen Drehung des Zylinders wiederholt werden, da die GehĂ€usestifte nach einer vollen Umdrehung wieder sperren.

Zum Erlernen dieser bei einfachen Zylinderschlössern sehr effizienten Öffnungstechnik ist vor allem ein wenig praktische Übung nötig. Bei Beherrschen dieser Öffnungsmethode können nicht entsprechend gesicherte Zylinderschlösser mit SchlagschlĂŒsseln in wenigen Sekunden fast spurenfrei geöffnet werden. Durch die relativ einfache Handhabung, die neben ein wenig Übung nur mittelmĂ€ĂŸiges Geschick voraussetzt, ist diese Öffnungsmethode allerdings unter Personen, welche die zerstörungsfreie Schlossöffnung ohne SchlĂŒssel als Sport betreiben, eher verpönt.

Ein SchlagschlĂŒssel hinterlĂ€sst meist am Schloss einen Abdruck unterhalb des SchlĂŒsselkanals, nĂ€mlich dort, wo die Schulter auftrifft. Dem wird zum Teil durch etwas Klebeband an der Schulter abgeholfen. In der Praxis sind die Spuren, die SchlagschlĂŒssel bei einmaliger Anwendung im Schloss hinterlassen, sehr gering und vom Laien nicht erkennbar. Durch das harte Material der SchlagschlĂŒssel tritt bei oftmaliger Anwendung im selben Schloss allerdings ein gesteigerter Verschleiß auf. SchlagschlĂŒssel sollten daher nicht zum regulĂ€ren Öffnen verwendet werden. Allgemein gilt bei jeder mechanischen Öffnungstechnik: Sie ist nicht spurenfrei.

GrundsĂ€tzlich funktioniert diese Methode konstruktionsbedingt nur mit Stiftschlössern, andere Schlosstypen (z. B. Drehscheibenschlösser) sind dagegen immun. Zudem gibt es spezielle Stiftschlösser, welche mechanisch gegen den Einsatz von SchlagschlĂŒsseln gesichert sind. Bei diesen Schlössern kommt es bei der Drehung des SchlagschlĂŒssels im Schloss zu einer Verriegelung: Der SchlagschlĂŒssel kann dann nicht mehr weitergedreht und nicht mehr einfach aus dem Schloss entnommen werden. Bei anderen Typen mĂŒssen die Stifte vom SchlĂŒssel nicht nur in die richtige Höhe gebracht, sondern auch in einem bestimmten Winkel gedreht werden, um das Schloss öffnen zu können, was die Schlagmethode nur erbringen kann, wenn der SchlagschlĂŒssel schon mit geeigneten Drehwinkeln gefrĂ€st wurde.

SchlagschlĂŒssel können auch zum Schließen von Schlössern (= Zusperren) verwendet werden: In diesem Fall ist die Drehrichtung einfach nur entgegengesetzt der Drehrichtung, welche zum Öffnen verwendet wird. Damit besteht bei nicht gegen den Einsatz von SchlagschlĂŒsseln gesicherten Schlössern das Problem, dass eine unberechtigte Öffnung mit nachfolgender Schließung aufgrund der geringen BeschĂ€digung am Schloss praktisch nicht erkannt wird.

HimmelsschlĂŒssel

Unter einem HimmelsschlĂŒssel oder auch KammschlĂŒssel versteht man ein im Lockpicking verwendetes Werkzeug zum Öffnen von fehlerhaft hergestellten Schlössern. Ein Fertigungsfehler in Bezug auf die Sperrelemente ermöglicht, durch ein Werkzeug wie den HimmelsschlĂŒssel alle Zuhaltungen gleichzeitig herunterzudrĂŒcken und das Schloss somit zu entsperren. Dies ist möglich, da die Kernstifte beispielsweise einen falschen GesamtlĂ€ngenausgleich haben, fĂŒr die Sperrelemente falsche Federn benutzt wurden oder die Breite der Sperrelemente nicht auf die fĂŒr die Sperrelemente erstellten Bohrungen passt. Einige Unternehmen benutzen Bauteile aus Ă€lteren oder fehlerhaften Produktionen, um Material und Aufwand fĂŒr neue zu sparen, und dabei kommt es gelegentlich zu diesem Fehler. Die exakte GrĂ¶ĂŸe und Genauigkeit der Sperrelemente spielt eine große Rolle. Werden diese nicht eingehalten, fĂŒhrt es oft zu diesem mechanischen Fehler. Der Fehler kommt bei neuen und auch bei Ă€lteren Schlössern vor.

Impressionsgriff

Unter einem Impressionsgriff versteht man ein beim Lockpicking verwendetes Hilfswerkzeug zum Herstellen von AbdrĂŒcken auf einem SchlĂŒsselrohling. Impressionsgriffe sind meistens aus Metall gefertigt und dienen dem Einspannen von SchlĂŒsselrohlingen. Diese werden anschließend beispielsweise in einem Profilzylinder im eingespannten Impressionsgriff so bewegt, dass man AbdrĂŒcke (Impressionen) der Zuhaltungen auf dem SchlĂŒsselrohling erhĂ€lt. Der Lockpicker nutzt diese AbdrĂŒcke, um mit einer Feile manuell Einschnitte in den SchlĂŒssel zu feilen. Nach jeder wellenartigen Bewegung, die man mit eingestecktem SchlĂŒssel im Schloss durchfĂŒhrt, sind in der Regel AbdrĂŒcke auf dem SchlĂŒsselrohling zu sehen. Sind bei richtiger Anwendung der Technik keine Impressionen auf dem SchlĂŒsselrohling zu sehen, so hat der gefeilte SchlĂŒsseleinschnitt die richtige Tiefe oder es wurde bereits zu tief gefeilt.

Impressionszange

Unter einer Impressionszange versteht man ein im Lockpicking verwendetes Hilfswerkzeug zum Herstellen von AbdrĂŒcken auf einem SchlĂŒsselrohling. Impressionszangen sind meistens aus Metall gefertigt und dienen dem Einspannen von SchlĂŒsselrohlingen. Diese SchlĂŒsselrohlinge werden anschließend beispielsweise in einem Profilzylinder in eingespannter Impressionszange so bewegt, dass man AbdrĂŒcke (Impressionen) der Zuhaltungen auf dem SchlĂŒsselrohling erhĂ€lt.

Jiggler

Ein Jiggler (von engl. jiggle ‚wackeln‘, ‚rĂŒtteln‘) ist ein im Lockpicking verwendetes Werkzeug bzw. eine Art von ProbierschlĂŒssel zum Öffnen von Scheiben- oder Doppelscheibenschlössern. Dieses Werkzeug basiert weniger auf der Methode des Öffnens durch Vibration, sondern eher auf der Ebene des multiplen Setzens durch Raken. Ein Spanner ist bei diesem Werkzeug nicht nötig, es wird ein persistentes Drehmoment mit dem Jiggler selbst erzeugt (indem man beim Jigglen nach links oder rechts dreht), das die nötige Spannung zum multiplen Setzen der Zuhaltungen bewirkt.

Bypasstools

Bypasstools sind GegenstĂ€nde die in Schlösser eingefĂŒhrt werden, um eine Öffnung durch Ausnutzung eines Fehlers des Schließsystems auszulösen. Es existieren Schließsysteme, deren Mechanik es aufgrund von fehlerhafter Herstellung oder zu viel Platz ermöglicht, bestimmte GegenstĂ€nde mit speziellen Biegungen so einzufĂŒhren, dass der Schließvorgang ausgefĂŒhrt werden kann und somit das Schloss aufgesperrt wird. FĂŒr gewöhnlich findet man Bypasstools fĂŒr VorhĂ€ngeschlösser (oft mit gefederten Stiften), da diese Art von Schlössern derlei Mechanik bietet und verwendet, die das Ausnutzen einer Öffnung per Bypasstool ĂŒberhaupt möglich machen kann. HĂ€ufig handelt es sich bei der Schließmechanik um zwei halbmondförmige MetallstĂŒcke, die sich ergĂ€nzen. Die eine HĂ€lfte des Halbmonds (HĂ€lfte A) ist fest mit einer der Einheiten der reinen Schließmechanik um das Schloss zu entriegeln, im Schloss selbst, verankert. Die andere HĂ€lfte B des Halbmonds dagegen befindet sich dann fĂŒr gewöhnlich in der Schließmechanik, die dann letztendlich die Hauptmechanik auslöst. Im Fall von VorhĂ€ngeschlössern wĂ€re die HĂ€lfte B der Kern des Schließzylinders und die HĂ€lfte A die Schließmechanik, die den BĂŒgel freigibt. HĂ€ufig treten diese LĂŒcken nur bei enorm preisgĂŒnstigen Schließsystemen auf, mit denen normalerweise bereits laut Herstellerangabe keine teuren WertgegenstĂ€nde geschĂŒtzt werden sollten.

Schnittzylinder

Ein Schnittzylinder (im englischen cutaway lock) ist ein bearbeitetes Schloss, bei dem der Schließmechanismus durch das EinfrĂ€sen von Rechtecktaschen sichtbar gemacht wurde. Diese Schlösser gibt es sowohl ab Werk, meistens zu PrĂ€sentationszwecken und nicht kĂ€uflich, aber auch privat hergestellt. Bei Schnittzylindern wird per FrĂ€sen einer Rechtecktasche soviel Material abgetragen, dass man die Zuhaltungen vom Schloss sehen kann, ohne dass jedoch Zuhaltungen aus dem Schloss herausfallen oder herausgedrĂŒckt werden. Bei Lockpickern sind diese Schlösser vorwiegend als Trainingszylinder oder als SammlerstĂŒcke gĂ€ngig.

Flipper

Ein Flipper oder Plug Spinner ist ein Hilfswerkzeug im Lockpicking, mit dem ein Schließzylinder schlagartig um ca. eine Vierteldrehung rotiert werden kann. Die Feder im Innern des Flippers lĂ€sst sich durch eine Drehung nach links oder rechts spannen, auf Knopfdruck kann diese freigesetzt und der Zylinder gedreht werden. Bei mehrfach verschlossenen Zylindern mĂŒssen die Stifte also nur einmalig gesetzt werden, weil der Flipper den Zylinderkern ĂŒber den Einrastpunkt schwingen kann.

Sperrelemente

Bereits seit geraumer Zeit ist den Herstellern von Schlössern jeglicher Art bekannt, dass deren Schlösser in den meisten FĂ€llen zerstörungsfrei von Lockpickern geöffnet werden können, bis auf derzeit einige Ausnahmen. Die Anzahl und Art der verwendeten Sperrelemente in einem Schloss spielt somit eine essenzielle Rolle in Bezug zur Schwierigkeit per zerstörungsfreiem Öffnen. Dies betrifft im Prinzip jegliche zerstörungsfreie Öffnungsmethode, ganz gleich ob per SchlagschlĂŒssel, per Sperrpistole, E-Pick oder Handöffnung (per Pick oder hobbsche Haken) oder Vergleichbarem. Seit dem Zeitpunkt in Deutschland (circa im Jahr 1960), als die alten Rundzylinder in TĂŒren durch 17-mm-Europrofilzylinder ersetzt wurden, achteten die Hersteller vermehrt auf die Sicherheit der Schlösser in Bezug auf Lockpicking. Ein herkömmliches und preisgĂŒnstiges Schloss, wie ein China-Profilzylinder, besitzt normalerweise nahezu ausschließlich sogenannte Vollstifte. Diese Vollstifte sind komplett zylinderförmige Sperrelemente ohne Kerben, Rillen oder Ähnliches. Diese Art von unverĂ€nderten, im Lockpicking auch „normale Sperrelemente ohne Fakes“ bezeichneten Zuhaltungen gibt es auch in anderen Arten von Schlössern, beispielsweise in Chubbschlössern. Hierbei haben die Scheiben der Chubbschlösser schlichtweg keine Fake-Einschnitte. Um die Sicherheit von Schlössern zu erhöhen, nutzt man also möglichst keine Vollstifte bzw. Sperrelemente ohne Fakes und Einkerbungen. In klassischen Stiftzylindern findet man heutzutage beinahe immer einige sogenannte Hantelstifte (die Form Ă€hnelt einer Hantel zum Trainieren), die das Manipulieren erschweren, da sich die Stifte zwischen GehĂ€use und Kern in einem sogenannten Kippzustand verfangen. Unterschiedliche Formen machen dem Lockpicker die Arbeit schwer: Neben den bereits genannten Hantelstiften gibt es Pilzkopf-, Torpedo-, Kerb-, Diabolo-, Hybridstifte und privat hergestellte, individuelle Formen.

FĂŒr gewöhnlich weisen nur die GehĂ€usestifte diese besonderen Formen auf, es gibt jedoch auch Hersteller, die auch Kernstifte mit Kerben anfertigen. Einige Hersteller erzeugen innerhalb der GehĂ€usebohrungen noch Rillen, welche die Stifte auf falschen Positionen im GehĂ€use festhalten (sogenanntes „counter milling“). Die unterschiedlichen Stiftformen haben fĂŒr Lockpicker nicht nur den Effekt, sich leicht zu verkanten, um den Kern zu blockieren, der Lockpicker erhĂ€lt von diesen unterschiedlichen Stiftarten auch unterschiedliche haptische RĂŒckmeldung beim Picken. RĂŒckmeldung bedeutet in diesem Fall, wie sich der Pin beim HerunterdrĂŒcken, sofern er bindet, anfĂŒhlt. Setzt der Lockpicker einen Stift und fĂŒhlt keine ReibkrĂ€fte mehr, sondern nur noch Federkraft, heißt das nicht unbedingt, dass der Stift korrekt gesetzt ist, da es sich möglicherweise um einen Hantelstift handelt und dieser sich schlichtweg nur verkantet hat. Dazu muss der Lockpicker Stift fĂŒr Stift erneut antippen und spĂŒrt im Finger, mit dem er spannt, eine Neigung zur Drehbewegung des Kerns. Der jeweilige Pin, bei dem diese Neigung erkennbar ist, muss dann nachgesetzt werden; es können in diesem Fall auch mehrere sein.

Abgesehen von gefederten Stiften gibt es auch Schieber (englisch „slider“) und andere Sperrelemente. Sehr sicher sind beispielsweise bestimmte Magnetrotoren, die man in einigen Profilzylindern findet. Slider gibt es gefedert und ungefedert. Sie bilden in der Regel eine „Gasse“, die dann eine Sperrleiste (englisch „sidebar“) freigibt. Auch bei diesen Sperrelementen gibt es Fakeeinschnitte. Ungefederte Slider sind normalerweise besonders verschleißarm und schwierig zu setzen.

Nachweis

Die Möglichkeit, Schlösser nachschließen zu können, lĂ€sst in Folge die Notwendigkeit aufkommen, anhand von hinterlassenen oder nicht vorhandenen Spuren dies nachzuweisen oder auszuschließen. Dies spielt z. B. bei der Übernahme eines durch einen Einbruch verursachten Schadens durch eine Versicherung eine große Rolle. Es gibt VersicherungsbetrĂŒger, die ein Nachschließen eines Schlosses vorgeben, um an die Versicherungssumme zu gelangen. Das dadurch entstandene Arbeitsgebiet, eine Sparte der Forensik, beschĂ€ftigt sich damit, die Spuren zu studieren, die beim Nachschließen von verschiedenen Schlössern unter Verwendung verschiedener Werkzeuge und Techniken entstehen. An Tatorten sichergestellte Schlösser werden zerlegt und mikroskopisch nach Spuren untersucht, die auf ein Nachschließen hindeuten. Ob bei einem nachgeschlossenen Schloss Spuren nachgewiesen werden können, hĂ€ngt jedoch von vielen Faktoren ab: Ein sehr einfaches Schloss lĂ€sst sich unter UmstĂ€nden picken, ohne Spuren zu hinterlassen, andererseits können durch entsprechende Kenntnisse oder Werkzeuge (z. B. ganz oder teilweise nichtmetallische Picks) und Techniken (decodieren, z. B. mit einem Endoskop, und Erstellung eines NachschlĂŒssels) Spuren vermieden werden. Auch können Spuren durch eine nachfolgende regulĂ€re Öffnung mit dem richtigen SchlĂŒssel zerstört werden. Ein SchlĂŒssel hinterlĂ€sst in der Regel immer das gleiche Muster an Abnutzungsspuren. Findet man im Schloss frische Spuren, die nicht zum Muster des SchlĂŒssels passen, kann man zumindest sagen, dass sich etwas im Schloss befand, was nicht der SchlĂŒssel war. Weitere Faktoren wie IntensitĂ€t, Material, Kratzerform etc. lassen dem Forensiker dann die Möglichkeit, herauszufinden, ob es sich um Lockpicking gehandelt haben muss oder nicht.

Geocaching

Beim Geocaching gibt es Geocaches, deren FinalbehĂ€lter beispielsweise durch ein VorhĂ€ngeschloss gesichert ist, das laut Listing, der Beschreibung des jeweiligen Geocaches, per Lockpicking geöffnet werden soll. Es existieren auf geocaching.com Lockpicking-Caches in den Kategorien Multi-Cache, RĂ€tselcache und Traditional.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] Zudem werden Lockpicking-Workshops im Rahmen von Geocaching-Events angeboten, um Geocacher in den Techniken des Lockpickens zu schulen.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] Auf anderen Geocaching-Plattformen wie opencaching.de existieren ebenfalls Lockpicking-Geocaches.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] Lockpicking ist auf diese Weise zu einem Teil von Geocaching geworden, da die Öffnung der FinalbehĂ€lter dieser Geocache-Varianten auf andere Weise, beispielsweise durch Gewalt, nicht regelkonform wĂ€re und die Geocaching-Community sich durch intern organisierte Veranstaltungen dem Thema „Lockpicking“ widmet.cite-ref-10[10]

Sport

Lockpicking hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Sport entwickelt, und in einigen LÀndern haben sich Lockpicking-Vereine gebildet, so zum Beispiel die Vereine Sportsfreunde der Sperrtechnik Deutschland e. V. (SSDeV) oder Schlösser Picken Als Schweizer Sport (SPASS) in der Schweizcite-ref-11[11].

Meisterschaften im Schlossöffnen

Deutsche Meisterschaften

Die Deutschen Meisterschaften im Schlossöffnen werden jÀhrlich vom SSDeV veranstaltet.cite-ref-12[12] Dabei werden in verschiedenen Disziplinen diejenigen geehrt, die Schlösser in kurzer Zeit öffnen können, ohne diese zu beschÀdigen. Die Sieger schaffen es, als sicher geltende Schlösser in teilweise weniger als einer Minute zu öffnen. Die Meisterschaften fanden in den Jahren 1997 bis 2005 im Rahmen des Chaos Communication Congress, einer Veranstaltung des Chaos Computer Club statt. Seit 2006 finden die Meisterschaften unabhÀngig davon statt.

Deutsche Meister

| | Handöffnung | Freestyle | Hangschlossöffnung | Blitzöffnung | Impressionstechnik |
|---|---|---|---|---|---|
| 1997 | Arthurmeister | Reinhard Maxam | kein Meister | kein Meister | kein Meister |
| 1998 | Johannes Markmann | Mario Rutsch | kein Meister | Arthurmeister | Mario Rutsch |
| 1999 | Arthurmeister | Arthurmeister | kein Meister | kein Meister | JĂŒrgen Dreeßen |
| 2000 | Manfred Bölker | Mario Rutsch | Mario Rutsch | kein Meister | kein Meister |
| 2001 | Mario Rutsch | Manfred Bölker | Arthurmeister | kein Meister | Manfred Bölker |
| 2002 | Manfred Bölker | Arthurmeister | Manfred Bölker | kein Meister | kein Meister |
| 2003 | Manfred Bölker | Manfred Bölker | Torsten Quast | kein Meister | kein Meister |
| 2004 | Julian Hardt | Manfred Bölker | Torsten Quast | kein Meister | Manfred Bölker |
| 2005 | Arthurmeister | Manfred Bölker | Arthurmeister | JĂŒrgen Quast | Oliver Diederichsen |
| 2006 | Julian Hardt | Manfred Bölker | Torsten Quast | Julian Hardt | Peter Danilov |
| 2007 | Manfred Bölker | Gerhard Hepperle | Julian Hardt | kein Meister | Manfred Bölker |
| 2008 | Manfred Bölker | Julian Hardt | Julian Hardt | kein Meister | Barry Wels |
| 2009 | Julian Hardt | Ingo Herges | Manfred Bölker | kein Meister | Oliver Diederichsen |
| 2010 | Julian Hardt | Julian Hardt | Manfred Bölker | kein Meister | Arthurmeister |
| 2011 | Julian Hardt | Julian Hardt | Manfred Bölker | kein Meister | Jos Weyers |
| 2012 | Ingo Herges | Ingo Herges | Manfred Bölker | kein Meister | Jos Weyers |
| 2013 | Ahmet Kilic | Torsten Quast | Manfred Bölker | kein Meister | Manfred Bölker |
| 2014 | Marc Bromm | Ahmet Kilic | Julian Hardt | kein Meister | Manfred Bölker |
| 2015 | Akos Subecz | Marc Bromm | Christian Holler | kein Meister | Jos Weyers |
| 2016 | Christian Holler | Marc Bromm | Christian Holler | kein Meister | Oliver Diederichsen |
| 2017 | Marc Bromm | Marc Bromm | Christian Holler | Torsten Quast | Jos Weyers |
| 2018 | Torsten Quast | Christian Holler | Manfred Bölker | kein Meister | Jos Weyers |
| 2019 | Christian Holler | Marlon Heller | Christian Holler | kein Meister | Oliver Diederichsen |

Schweizer Meisterschaften

Seit 2008 fĂŒhrt auch der Schweizer Verein SPASS eine jĂ€hrliche Meisterschaft durch. Jeder Teilnehmer bringt ein eigenes Schloss mit und muss dieses als Einstiegstest binnen zwei Minuten selbst öffnen können. An dieser Schwelle scheitern an jeder Meisterschaft mehrere Teilnehmer. Danach werden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt, innerhalb der Gruppe sind die Schlösser der anderen Teilnehmer zu öffnen, pro Schloss stehen fĂŒnf Minuten zur VerfĂŒgung. Mit jedem Schloss können maximal 15 Punkte erreicht werden, und alle 30 Sekunden verringert sich die Punktzahl um eins. Je nach Teilnehmerzahl werden mehrere Runden durchgefĂŒhrt, damit zur Endrunde 6 bis 8 Teilnehmer verbleiben.

Österreichische Meisterschaften

Seit 2011 finden auch in Österreich jĂ€hrlich Meisterschaften statt.cite-ref-13[13] Gastgeber ist der OpenLocks-Verein zur Förderung der physischen Sicherheit.cite-ref-14[14]

Siehe auch
Literatur

‱ Marc Weber Tobias: Locks, Safes and Security: An International Police Reference, Second Edition, Charles C. Thomas, Springfield 2000, ISBN 0-398-07079-2
‱ Michael BĂŒbl: Geheimwissen SchlĂŒsseldienst, Ein Anleitung zum Schlossöffnen, ISBN 978-3-9501719-0-7
‱ Bernd Jacobi: Lockpicking wie die Profis (DVD), ISBN 978-3-00-039419-5

Weblinks

Commons

: Lockpicking

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Sportsfreunde der Sperrtechnik Deutschland e. V.
‱ OpenLocks Österreich
‱ MIT Guide to Lock Picking (englisch) (PDF; 509 kB)
‱ Wie man die verschlossene TĂŒr ohne SchlĂŒssel öffnet: Anleitung

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Überwindung von Schließzylindern in MĂŒnchen (Memento vom 4. MĂ€rz 2011 im Internet Archive). Information des bayerischen LKA ĂŒber Einbruchsmethoden.
cite-note-22. ↑ Patent US1667223A: Lock device. Angemeldet am 28. September 1926, veröffentlicht am 24. April 1928, Erfinder: Hiram R. Simpson.‌
cite-note-33. ↑ Bookmark-Liste von Lockpicking-Geocaches fĂŒr Basic-Member auf geocaching.com, abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-44. ↑ Bookmark-Liste von 545 Lockpicking-Geocaches fĂŒr Basic- und Premium-Member auf geocaching.com, abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-55. ↑ Listing zum Event-Geocache GC321V2, abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-66. ↑ Listing zum Event-Geocache GC79QTN, abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-77. ↑ Listing zum Event-Geocache GC6JT0C, abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-88. ↑ Listing OC106B2 auf opencaching.de zu einem Lockpicking-Geocache, abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-99. ↑ Listing OC127F1 auf opencaching.de zu einem Lockpicking-Geocache, abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-1010. ↑ Beitrag (Memento des Originals vom 28. Januar 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/geocaching-franken.de auf der Homepage der geocaching.com-Reviewer in Franken zum Thema „Lockpicking und Geocaching“, abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-1111. ↑ Lockpicking-Verein
cite-note-1212. ↑ Deutsche Meisterschaften im Schlossöffnen (Memento des Originals vom 28. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ssdev.org
cite-note-1313. ↑ Lockpicking: Wie analoge Hacker Schlösser knacken. In: derstandard.at
cite-note-1414. ↑ Ergebnisse – OpenLocks. Abgerufen am 10. Oktober 2018.